Donnerstag, 27. September 2018

peppo das surfbrett

zum glück bin ich nur oberflächlicher natur. ich würde niemals in die tiefe. für die einen nur silhouette für die andern wettbewerb. ich weiss nicht. wie reich und arm teile ich die welten, also spiel ch in der selben liga wie scheren und flachbildfernseher. ich schmücke autos und verhelfe zu einer individualisierung die irgendwann wieder vom schlund der masse augesogen wird. ich bin so vieles und mein eigenwert ist winzig klein. ich halte die natur im gleichgewicht wie haie die mich antesten. ich weiss nicht was ich bin. deswegen lass ich mich einfach treiben

Montag, 24. September 2018

Fairtig

Wir wollen Fast Food,
mehr Food, fair Food,
fair Play, fair Pay,
fair Battles, fair Trade,
fair Travel, fair Tourism,
fair Media - Social,
Network, Security,
fair Market, fair Management
fair Milk,
fair Brands, fair Banking,
fair Boss,
die Welt ist nicht fair,
das schmerzt,
der Mensch ist ein Tier,
ein Egoist bis ins Mark,
ist das fair?
Fair enough!

ich seh die welt immer in HD

leute zu bewundern, die gut kaugummi kauen können - das hat was. sich nicht in den disziplinen zu profilieren, welche als pforten des paradieses herhalten müssen, das ist ein rühmlicher gedanke. ich frage mich wie man das trainiert. ist das wie beim jonglieren, wo nach und nach mehr bälle, oder hier kaugummis dazukommen? oder kann man bereits aus einem kleinen kaugummi das miniatur modell eines alten frachters in die blase zaubern? auch stelle ich mir vor, dass die kenntnis bezüglich des richtigen materials profund sein müssen. und falls dem so ist, wie vetragen sich die hooba booba vertreter mit den verfechtern der malabars? würde sich bazooka joe im grab umdrehen? diesen fragen könnte ich mal nachgehen. vielleicht bin ich aber auch nur ein elender nachzügler und dmax hat diese fragen bereits ausführlich in einer miniserie abgehandelt. das würde much dann wieder zurück auf start setzen. die kunst des kaugummikauens mindert dies allerdings keineswegs. sie bleibt eine edle.

Freitag, 18. November 2016

Das wöchentliche Kreuzworträtsel


Draussen regnet es. Es ist Freitag. Die Zeit schleicht so vor sich hin. Arbeit stapelt sich. Gedanken schweifen ab. Es ist eine Kunst, mit seiner Energie zu haushalten. Wenn am Ende der Woche noch etwas Saft im Tank ist, dann ist man glücklich. Sonst presst man nochmals alles heraus, wie aus dem Fruchtfleisch einer Orange. Wenn man jung ist, dann ist jeder neue Tag ein Versprechen. Es ist, als bekäme man jeden Tag ein Lotterielos geschenkt, als würden die Chancen nie ausgehen. Wenn man dann älter wird, fühlt es sich an als ob man zuerst ein hyperkompliziertes Kreuzworträtsel lösen müsste, um überhaupt an der Verlosung teilnehmen zu können. Nun, Freitag gibt einem das Gefühl, dass man das Lösungswort endlich herausgefunden hat. Man weiss, dass man noch lange nichts gewonnen hat, aber alleine dadurch, dass man sich die Chance aufs mitspielen erarbeitet hat, ist man zufrieden. Das Wochenende ist die Hauptziehung. Dann ist es scheissegal, dass das Wetter den Bau einer Arche oder der Job den Kauf eines Strickes nahe legt. Was zählt ist, dass man es geschafft hat, dass man sich die Chance erarbeitet hat. Von da an kann man fast nicht mehr verlieren, dabei sein ist alles. Man geniesst es, im Wissen, dass nächste Woche wieder das nächste Rätsel wartet, das gelöst werden will.

Dienstag, 8. November 2016

Zwischenzeit


Der erste Schnee fällt. Die Luft sticht auf der Haut. Kälte dringt ein, wo es warm sein sollte. Die Landschaft kann sich noch nicht entscheiden, ob sie das Kleid des Herbstes oder des Winters tragen soll. Eine launische Dame, die vor dem Spiegel posiert und testet, was ihr am besten steht. Für Winter ist es noch zu früh, für Herbst ist es zu kalt. Die Weihnachtsbeleuchtungen und -dekorationen sind erst in Kaufhäusern auszumachen. Die Strassen und Häuser sind noch vorwiegend dunkel und kalt. Last Christmas lauert bereits hinter der nächsten Ecke und die kommende Weihnacht ist auch nicht mehr weit. Momentan entscheiden ein paar Grad zwischen Schnee und Regen, zwischen weisser Pracht und kalter Nässe. Man beginnt, den Mantelkragen hochzuklappen und die Hände tief in die Taschen zu stecken. Der Schritt wird etwas schneller als normal und man vermeidet es, länger draussen zu sein als nötig. Zuhause richtet man sich darauf ein, dass man nun den grössten Teil der Zeit in seinen eigenen vier Wänden verbringen wird. Die Welt draussen ist zu kalt und zu dunkel um sich raus zu wagen. Man räumt ein bisschen auf, zündet Kerzen an und sucht sich eine geeignete Beschäftigung. Warme Getränke, bequeme Kleider und schwere Musik haben Hochkonjunktur. Es bleibt nicht sonderlich viel zu tun. Wenn man clever ist, bereitet man sich bereits auf die Festtage vor um sich später etwas Stress zu ersparen. Man kann sich betrinken. Besser gesagt, man hat sich selbst gegenüber die heilige Pflicht, dies zu tun. Es ist typische Zwischenzeit. Alles ist gut, solange man Zuhause ist. Zuhause und frei von Zwängen.

Samstag, 5. November 2016

herbst II

Hab die Ehre. Vor gut einem Jahr habe ich hier meine Ode an, über oder auch unter oder neben den Herbst abgelassen. Was darin stand interessiert mich nicht mehr. Ich möchte keinen alten Herbst wiederbeleben, sondern jenem wunderschönen Wetterkonzept fröhnen, welches mich heute und hier am Verlassen des Hauses hindert. Hatte ich nicht Bilder von sonnendurchleuchteten Alleen im Kopf? Von selbstbewussten Frauen, die Stiefel und Schal modisch tragen und ihre Formen unter einem Cashmere-Pullover zur Schau stellen? Und vielleicht vom klischeebehafteten Maronimann, der mit Schnurrbart freundlich lächelnd seine Hände über der Pfanne wärmt? Da draussen siehts eher aus nach besoffen vor dem Pissoir schwankend. Kalt und nass. Nicht gerade die Geburtsstätte neuer Liebesbeziehungen. Langsam hege ich die Vermutung, selbst das Bier könnte heute scheisse schmecken.  Aber das weiss ich noch nicht. Und Gumble hat heute Geburtstag. So schlecht kann der Tag also nicht werden. Müsste ich meinen Vater nicht auch noch an ein Whiskeyseminar hin- und wegchauffieren, gäbe es sogar Lichtblicke. Wie dem auch sei. Vieleicht ist heute auch der Tag mal wieder ein neues Kapitel zu beginnen. Wortwörtlich natürlich, mit einem Buch.

Sonntag, 13. September 2015

herbst

guten tag

nach einem langatmigen sommer, hat sich der herbst nun doch noch gemeldet und spült uns pfützen vor die häuser, die wir an tagen von prüfungen und staatsexamen am morgen widerwillig umgehen. der herbst des lebens und der herbst im kalenderjahr weisen doch einige parallelen auf. das alleinsein, die trauer, diese langatmige durstrecke bis irgendwann weihnachten kommt. vorher noch ein paar feste mit zuviel hochprozentigem und eisigen nachhausewegen, auf denen wir oft freiwillig noch ein paar extrameter einlegen um uns fröhlich noch um eine strassenlaterne zu drehen. aus geistiger perspektive ist diese talsohle wohl der produktivste nährboden. man kann sich wieder ein bisschen hintersinnen und trübsaal blasen und das in einer zeit, wo es die gesellschaft völlig legitimiert. es ist ein befreiendes gefühl, die kalte luft in den wind zu blasen. der versuch eines kindes, seine rauchenden eltern nachzuahmen, ohne die bedeutung dabei zu erkennen, dass es ein versuch der eltern ist, ihre sorgen loszuwerden und ihnen dabei ein physisch erkennbares gesicht zu verleihen. es ist auch die zeit, in deer fussballspiele wieder besser werden, das bier kalt die hände runterläuft und eine wurst neben dem hungerstillen auch die hände wärmt, gelegentlich auch verbrennt. hinter verborgenen wohnungen enstehen ein paar one-night-stands und aus manchen wird später eine beziehung oder die liebe des lebens, andere one night stand hingegen, lösen solche beziehungen und man wird den gedanken nicht los, das die natur mit ihren gesetzen doch im einklang ist.